17.02.2026
Sentio™ System von Oticon Medical
Mit einem Knochenleitungshörsystem zu neuer Lebensqualität
Hamburg, 17. Februar 2026 – Bei der Versorgung von Menschen mit Hörminderung stehen konventionelle Hörgeräte in der Regel im Vordergrund. Dabei gibt es eine weitere Alternative, die nach Auffassung von Jana Ritter, sie ist Hörakustikmeisterin, Pädakustikerin und Hörtherapeutin, häufiger mitbedacht werden sollte: Knochenleitungshörsysteme, wie etwa das SentioTM System von Oticon Medical. In einem Videobeitrag von Oticon Medical macht die Inhaberin von vier Fachgeschäften im Bodenseeraum jetzt auf die Vorteile dieser Versorgungsmöglichkeit aufmerksam, sagt, für wen sie infrage kommt und warum sich die meisten ihrer Kund:innen letztlich für das SentioTM System von Oticon Medical entscheiden.
In der täglichen Praxis begegnen Jana Ritter immer wieder Kund:innen, die für eine konventionelle Hörgeräteversorgung nicht infrage kommen. Zu den Gründen zählen Fehlbildungen der Ohrmuschel, Gehörgangsstenosen oder Schallleitungsstörungen. Bei anderen Kund:innen sind keine Gehörknöchel-chen angelegt, sie leiden unter Otosklerosen oder entzündlichen Ohren. In all diesen Fällen kommt für die Expertin die Versorgung mit einem Knochenleitungssystem in Betracht. Dabei ist Ritter nicht auf ein System festgelegt. Gemeinsam mit ihren Kund:innen lotet sie die jeweils passendste Option aus, vor einer möglichen Implantation kann ein Knochenleitungssystem sogar mittels Softband im privaten und beruflichen Umfeld getestet werden. So ist schließlich eine fundierte Entscheidung möglich – und die fällt, nach der Erfahrung von Jana Ritter, in den meisten Fällen zugunsten des SentioTM Systems von Oticon Medical aus.
Das SentioTM System von Oticon Medical
Im Unterschied zu herkömmlichen Hörsystemen wird Sentio am Kopf und nicht im Ohr getragen. Ein solches im Knochen verankertes Hörsystem (BAHS) beruht auf einer anderen Art des Hörens – Klänge werden am Außen- bzw. Mittelohr vorbeigeleitet, der Gehörgang bleibt frei. Der Hörprozessor erfasst die Klänge und wandelt sie im Implantat in Vibrationen um. Diese wiederum leitet der Schädelknochen direkt ins Innenohr. Das SentioTM System besteht aus dem Sentio 1 Mini, dem kleinsten und leichtesten Hörprozessor1,2, den der Markt derzeit bietet, und dem Sentio Ti Implantat, dem kleinsten aktiven transkutanen Knochenleitungsimplantat1,2. Der Hörprozessor ist kaum zu sehen und beinahe nicht zu spüren. Das Sentio Ti wird unter der Haut platziert. Aufgrund der geringen Größe und Flexibilität kann es einfach eingesetzt werden. Ein Magnet hält den Hörprozessor über dem Implantat. So verbleibt dieser selbst in aktiven Situationen – etwa beim Sport – sicher an seinem vorgesehenen Platz. Die weiteren Vorzüge reichen vom schlanken Design über Wireless-Konnektivität bis zu einer bemerkenswerten Klangqualität, die dem natürlichen Hören sehr nahekommt. Dank der im Branchenvergleich größten Bandbreite von 9,5 kHz werden sogar hochfrequente Töne, etwa das Zwitschern von Vögeln, wahrgenommen. Zudem nutzt der Sentio 1 Mini die moderne Rausch-reduktionstechnologie OpenSound Navigator, die sich der Umgebung anpasst und Zugang zu einer 360° Klangkulisse ermöglicht. Das SentioTM System ist zurzeit für Patient:innen ab 12 Jahren indiziert.
Neue klinische Studie: verbesserte Hörergebnisse, Patientennutzen und Lebensqualität mit dem SentioTM System von Oticon Medical
Die Sicherheit und Wirksamkeit des Knochenleitungssystems wurde vor kurzem durch die Publikation einer internationalen prospektiven Multicenter-Studie³ bestätigt. An sechs europäischen Zentren wurden im Rahmen der Studie 51 Patienten mit Schallleitungs-, kombinierter Schwerhörigkeit oder einseitiger Taubheit mit dem SentioTM System versorgt. Die Verfasser der Studie berichten deutliche Hörverbesserungen von 33dB (functional gain) respektive 9dB (effective gain) sowie 98 % Sprachverstehen in Ruhe und eine > 30 % SNR-Verbesserung im Vergleich zur präoperativen Ausprobe. 96 % der Studienteilnehmer:innen berichteten von verbesserter Lebensqualität³.
Letzteres entspricht auch den Erfahrungen von Jana Ritter. Schon die ersten Eindrücke nach einer Implantation seien sehr positiv. Die Kund:innen freuten sich über den natürlichen Klang und die vielen Feinheiten, die hörbar würden. Ein Segen sei auch der innovative OpenSound Optimizer, der helfe, unangenehme Rückkopplungen fast vollständig zu eleminieren. Für Ritter eine wesentliche Bedingung dafür, dass ein Hörsystem tatsächlich getragen wird. Last but not least ermögliche die bewährte Anpass-Software von Oticon Medical Hörakustiker:innen eine einfache und präzise Anpassung des Hörsystems ohne erheblichen zusätzlichen Schulungsaufwand. Grund genug für die Expertin, ihre Fachkolleg:innen zu ermutigen, Knochenleitungshörsysteme häufiger in die Kundenbetreuung mit einzubeziehen. Hier geht es direkt zum Video mit Jana Ritter.